Maßnahmenraum Schwalm-Knüll

WRRL-Umsetzung

Die Betreuung dieses Maßnahmenraums erfolgte bis Ende 2017 durch IfÖL. Ab 2018 wird die Beratung "Schwalm-Knüll" jedoch durch einen Mitbewerber erfolgen.

Landwirte, die noch Infos aus den Jahren bis 2017 benötigen, können sich gerne telefonisch an uns wenden!

 

 

Der Projektträger für die WRRL-Umsetzung im Maßnahmenraum Schwalm-Knüll sind die Großgemeinden Oberaula und Schrecksbach sowie die Gemeinde Ottrau und die Stadt Neukirchen. Der Maßnahmenraum Schwalm-Knüll umfasst folgende 14 Gemarkungen, gelegen im Schwalm-Eder-Kreis:
Asterode, Nausis/Neukirchen, Friedigerode, Oberaula, Wahlshausen, Olberode, Immichenhain, Kleinropperhausen, Ottrau, Schorbach, Weißenborn, Röllshausen, Salmshausen, Schrecksbach.
[siehe Karte "Maßnahmenraum und Belastungspotenzial" (PDF), Quelle: IfÖL]
In folgender Abbildung [Quelle: IfÖL] ist ein Teil der Karte des Maßnahmenraumes und deren Gemarkungen mit Belastungspotenzial dargestellt. Die Karte des gesamten Maßnahmenraums Schwalm-Knüll ist als PDF erhältlich.

11 der 14 Gemarkungen weisen einen Belastungsindex von 2,50 bis 2,92 für Stickstoff auf und sind damit in den Bereich der mittleren Maßnahmenpriorität (3) einzustufen sowie der Beratungspriorität 3 zuzuordnen [vgl. Abbildung "Belastungspotenzial" (PDF), Quelle: HLUG]. Die Gemarkungen Nausis/Neukirchen, Ottrau und Röllshausen weisen einen Belastungsindex von 3,00 bis 3,34 für Stickstoff auf und sind der Maßnahmenpriorität (2) zuzuordnen.
In allen genannten Gemarkungen sind Maßnahmen durchzuführen, die über die Grundberatung des LLH zur Gewässer schonenden Landbewirtschaftung hinausgehen. Durch die hohe Maßnahmenpriorität in den genannten drei Gemarkungen wird den Landwirten eine intensivere Zusatzberatung angeboten.
Der Maßnahmenraum umfasst insgesamt 14 Gemarkungen mit ca. 5.107 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche.

Beratung

Entsprechend des Belastungspotenzials und des daraus resultierenden Belastungsindices ist eine unterschiedliche Maßnahmenpriorität mit jeweils unterschiedlichen Beratungsaufgaben und Beratungsinhalten vorgesehen [vgl. Abbildung "Belastungspotenzial und Maßnahmen" (PDF), Quelle: HLUG].

Die Grundberatung wird flächendeckend für ganz Hessen vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) durchgeführt [siehe LLH]. Die WRRL-Grundberatung im Maßnahmenraum Schwalm-Knüll erfolgt durch Herrn Jan Schrimpf (LLH, Fritzlar).

Mit der Zusatzberatung zur Gewässer schonenden Landwirtschaft wurde das Ingenieurbüro für Ökologie und Landwirtschaft (IfÖL, Kassel/Malsfeld) beauftragt. Diese umfasst Gemarkungen mit der Maßnahmenpriorität (3) und (2). Diese Beratungsebenen sind eng verzahnt mit der Grundberatung durch das LLH.
Das Beratungskonzept beinhaltet neben der Durchführung von Informationsveranstaltungen und themenaktuellen Feldführungen auch die Analyse von Nmin-Bodenproben und Wirtschaftsdüngeranalysen. Im Fokus der Beratung stehen 15 Leitbetriebe. Diese werden bei der Umsetzung von Demonstrations- und Praxisversuchsflächen betreut und erhalten eine gezielte Betriebsberatung zur Optimierung des Stickstoffmanagements.
Detailliertere Angaben zum Beratungsangebot von IfÖL im Maßnahmenraum Schwalm-Knüll finden Sie dort.

Für Fragen und Auskünfte zur Gewässer schonenden landwirtschaftlichen Zusatzberatung im WRRL-Maßnahmenraum Schwalm-Knüll stehen Ihnen gerne unsere Ansprechpartner zur Verfügung.

Standörtliche Situation

Naturräumlich liegt das Gebiet im Osthessischen Bergland und zieht sich vom Südwesthang bis zu den südlichen Ausläufern des Knüllgebirges.
Geologisch ist das Knüllgebirge magmatischen Ursprungs. Mittlerer Buntsandstein aus dem Trias und tertiäre Unterlagen bilden einen Sockel, aus dem sich die Basaltkuppen hervorheben. Der Westen des Knüllgebirges ist durch Einzelkuppen im Wechsel mit breiten, langgestreckten, flach abfallenden Rücken und weiten offenen Talmulden geprägt.

Die Großgemeinde Schrecksbach liegt an der Schwalm und befindet sich am Rand der Westhessischen Senke (im Übergang zu den Knüllausläufern). Die Westhessische Senke trennt das Rheinische Schiefergebirge vom osthessischen Bergland. Hier in der der Flussniederungen der Schwalm ist das Gebiet eben. Auf der Bodenkarte ist diese Differenzierung zwischen den beiden Naturräumen erkennbar [siehe Bodenkarte (PDF) , Quelle: IfÖL].
. Im östlichen Gebiet bestimmen vornehmlich Braunerden mit Podsol-Braunerden die Böden. Westlich von Schrecksbach ist der Einfluss der Schwalm auf den Bodentyp erkennbar. Hier verläuft ein breiter Streifen Vega mit zum Teil grundwasserbeeinflusster Vega. Im folgenden Ausschnitt ist ein Teil der Bodenkarte des Maßnahmenraums Schwalm-Knüll dargestellt.

Insgesamt erstreckt sich der Maßnahmenraum über eine Fläche von gut 11.000 ha. Der Anteil an landwirtschaftlich genutzter Flächen beträgt daran etwas 45%. Davon liegt bei 19% der Flächen eine Erosionsgefährdung vor, womit 623 ha der Stufe 1 (mäßig) und 343 ha der Stufe 2 (hoch) zuzuordnen sind.



Aktuelles

Der Maßnahmenraum "Schwalm-Knüll" wird seit 1.1.2018 nicht mehr von uns betreut!

Infos zur Vorwinter-Nmin-Beprobung! (Link)

Nutzen Sie unseren kleinen Online-Rechner zur Herbstdüngung! (Link)

Merkblatt zur neuen Düngeverordnung
(pdf)

Welche Zwischenfrucht passt auf meinem Schlag?
(Excel-Arbeitsblatt)

Informationen zu
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